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Kauftipps zur Fitness-Bekleidung: Vorteilhafte Mikrofasern im Überblick

Egal ob Hantelbank, Zumba oder Stepper: Ohne funktionale und komfortable Fitnessbekleidung macht Sport nur halb so viel Spaß. Denn, wenn Textilien jede Bewegung mitmachen, Schweiß zügig abtransportieren und angenehm auf der Haut liegen, avancieren Trainingseinheiten zur positiven Freizeitbeschäftigung. Wir zeigen, welche Materialien sich gut eignen.

Mikrofaser: Das Nonplusultra im Sport

Hochwertige Mikrofaser ist in der Lage den Sportler optimal bei seiner Aktivität zu unterstützen. Das Gewebe ist atmungsaktiv und transportiert die entstehende Körperwärme zügig nach außen ab, sodass einem Hitzestau vorgebeugt wird. Anders als Baumwolle, können Fitnesskleider aus Mikrofaser außerdem den Schweiß deutlich schneller nach außen abgeben. Die Textilien saugen sich nicht mit Feuchtigkeit voll, die Haut bleibt weitestgehend trocken. Die Naturfaser Baumwolle schafft das nicht. Baumwollshirts bleiben, wenn sie sich erst einmal vollgesaugt haben, lange nass und trocknen nur schleppend. Besonders im Freien ist das kritisch zu beurteilen, da nasse Kleidung ein Auskühlen des Körpers beschleunigt.

Das Vollsaugen von Baumwolle hat die weitere negative Folge, dass die Sportkleidung schwerer wird. Mikrofaser bleibt locker und leicht auf der Haut. Das Tragegefühl ist besser. Erhältlich sind Mikrofaser-Kleider für den Fitnessbereich mittlerweile in jedem Sportgeschäft sowie in gut sortierten Onlineshops. Direkt beim Markenhersteller sollte dabei nicht unbedingt eingekauft werden. Im Vergleich ist der Kauf in Sportartikelshops, die alle bekannten Marken führen, merkbar günstiger. Der neue Sportshop des Versandhandels OTTO unter plentyone.de führt zum Beispiel atmungsaktive und schnell trocknende Fitnessbekleidung von verschiedenen Markenherstellern wie Adidas, Puma oder Nike. Eröffnungsangebote ab März 2017 sollen prozentuale Rabatte bringen. Weitere Spartipps für Sportler haben wir in unserem Ratgeber zu Fitness-Equipment arrangiert.

Überblick im Materialdschungel

Mikrofasern begeistern im Sport mit zahlreichen Vorzügen. Sie sind extrem formbeständig, leicht, weich und atmungsaktiv. Grundsätzlich bezeichnet Mikrofaser aber lediglich Fasern, die besonders fein sind. Der Begriff ist jedoch kein Titel für eine bestimmte Faser. Stattdessen kann Mikrofaser aus Polyester, Polyamid, Nylon, Acryl, Lyocell oder Silky Touch bestehen. Wobei einige Bezeichnungen lediglich die individuellen Warenzeichen von Unternehmen sind, die ihre Kunstfasern von den Produkten ihrer Mitbewerber unterscheiden möchten. Für den Verbraucher ergibt sich daraus ein Materialdschungel, der kaum noch zu überblicken ist. Die folgende Übersicht zu fünf Mikrofasern soll die Kaufentscheidung erleichtern:

  1. Polyester
    Die Mikrofaser Polyester ist in einer Vielzahl von Fitnesskleidern verarbeitet. Verwirrend sind in diesem Zusammenhang die diversen Warenzeichen der Herstellern. Auch folgende Namen bezeichnen Polyester:Primabelle
    Shingosen
    Fortrel Microspun
    Trevira FinessePolyester ist eine Kunstfaser, die sich optimal für Funktionskleidung eignet. Die synthetische Faser trocknet zügig, ist super leicht, knitterfrei und isolierend. Nachteilig an Polyester: Beim Bewegen kommt im Vergleich zu anderen Mikrofasern relativ schnell ein Hitzestau zustande, weil das Material die Körperwärme isoliert.

    Außerdem negativ zu beurteilen, ist, dass Schweiß auf der Oberfläche der Faser zurückbleibt und nicht an die Umgebung abgegeben wird. Das beeinträchtigt den Tragekomfort und Schweißgeruch ist zu erwarten. Optimiert wird die Feuchtigkeitsaufnahme durch Textilveredelungsverfahren. Eine Membrane sorgt als Ergänzung für winddichte und wasserdichte Kleidung.

    plank

  2. Polyamid
    Auch die Mikrofaser Polyamid kann sich hinter mehreren Warenzeichen, Bezeichnungen und Marken verbergen. Darunter Silky Touch, Supplex Microfiber und Tactel® Micro. Besonders bekannt ist jedoch der Name Nylon. Auch bei Polyamid handelt es sich um eine Kunstfaser. Die wichtigsten Vorteile sind hierbei enorme Elastizität, Scheuerbeständigkeit und Reißfestigkeit. Zudem trocknet Polyamid schnell, ist leicht, knitterfrei und formbeständig. Weniger überzeugend sind Wärmeisolation und Feuchtigkeitsaufnahme. Aufgrund der Vorteile greifen Hersteller gerne sowohl zu Polyamid als auch zu Polyester, um die positiven Eigenschaften beider Fasern zu verbinden. Damit lassen sich die jeweiligen Nachteile ausgleichen. Das Ergebnis sind hochfunktionale und leistungsstarke Textilien für Fitnessbegeisterte.
  3. Polyacryl
    Die oft als Acryl bezeichneten Polyacrylfasern trocknen schnell, sind pflegeleicht, filzfrei und wetterbeständig. Außerdem fühlen sich Sportkleider aus Acryl weich und angenehm warm an. Sportlern kommen auch das geringe Gewicht und die massive Scheuerfestigkeit zugute. Fitnesskleidung aus Acryl ist daher langlebig und robust. Sonnenlicht kann der Faser ebenfalls nichts anhaben, wovon wiederum Outdoor-Freunde profitieren. Ihre Sportkleidung verliert selbst nach häufigen Trainingseinheiten im Freien ihre Leuchtkraft nicht. Zu den populärsten Markennamen für Acrylfasern zählen Dralon® und Dolan®.
  4. Elasthan
    Noch eine Kunstfaser nennt sich Elasthan und ist als „Spandex“ oder „Lycra“ im Umlauf. Elasthan wird beim Großteil der Sportbekleidung in geringem Anteil eingesetzt und mit anderen Fasern kombiniert, um Hosen, Shirts und Co. eine erhöhte Formbeständigkeit und Dehnfähigkeit zu verleihen. Zu 100 Prozent wird Elasthan nur sehr selten verarbeitet. Schnelltrocknende und leichte Eigenschaften machen Fitnesskleider außerdem noch funktionaler.
  5. Lyocell
    Bei der Regeneratfaser Lyocell handelt es um eine Mikrofaser aus Zellulose, welche wiederum aus Holz extrahiert wird. Das heißt, dass diese Mikrofaser natürlichen und nicht synthetischen Ursprungs ist. Wer auf Naturmaterialien wert legt, ist daher mit Lyocell gut beraten. Die Lenzing AG verkauft Lyocell unter der Marke „Tencel“. Das Material wird mit diversen Fasern wie Modal, Polyester oder Polyamid gemischt. Lyocell-Kleider liegen sehr bequem sowie kühlend auf der Haut, absorbieren Feuchtigkeit hervorragend, knittern kaum und können chemisch gereinigt werden.
    Regeneratfaser Lyocell

Für den schnellen Überblick hier die Vor- und Nachteile der genannten Mikrofasern im Überblick:

Polyester

Polyamid

Polyacryl

Elasthan

Lyocell

Pro

leicht

strapazierfähig

formbeständig

schnell trocknend

knitterfrei

leicht

strapazierfähig

formbeständig

schnell trocknend

knitterfrei

Tragekomfort

schnell trocknend

pflegeleicht

filzfrei

wetterbeständig

elastisch

leicht

schnell trocknend

formbeständig

Naturmaterial

Tragekomfort

kühlend

hervorragender Feuchtigkeitstransport

knitterarm

chemische Reinigung

keine Gerüche

reißfest

pflegeleicht

Contra

Hitzestau

Geruch

Feuchtigkeitsaufnahme

Feuchtigkeitsaufnahme

geringe Wärmeisolation

hitzeempfindlich

Feuchtigkeitsaufnahme

Herstellung teuer

Dass sich auch der Blick über den Tellerrand hinaus lohnen kann, zeigt die Onlineplattform utopia.de in einem Ratgeber zu Sportbekleidung. Darin wird auf schadstoffarme Recycling-Kunstfasern aufmerksam gemacht.

Bilder von pixabay.com: UptownFitness –Bild1 / HannahWells -Bild2 / Wokandapix –Bild3


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